Mädchen hält die Augen ihres Freundes mit ihrer Hand zuQuelle: Yan Krukov/Pexels
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Laura, 25 Jahre

Medien: Freund oder Feind?

Sind sie nun gut oder schlecht? Freund oder Feind? Die Rede ist von sozialen Medien. Gefühlt stehen sie ständig in der Kritik, aber ist da wirklich was dran oder versteht „die alte“ Generation, die Boomer, den Hype nur einfach nicht? Und wo liegen vielleicht Parallelen zum Gaming?

An der Bushaltestelle stehen und schnell noch mal durch den Insta-Feed scrollen – speichern, liken und teilen – Nachrichten auf WhatsApp beantworten und am Abend den Stream auf Twitch schauen. Soziale Medien gehören zu unserem Alltag. Wir nutzen sie, um uns zu informieren, mit Freund*innen in Kontakt zu bleiben und unser Leben mit ihnen zu teilen. Aber die schöne neue Welt hat auch ihre Schattenseiten.

Genau diese Schattenseiten haben im letzten Herbst für Schlagzeilen gesorgt, als die sogenannten „Facebook Papers“ veröffentlicht wurden. Dabei handelt es sich um interne Unterlagen des Konzerns Meta – damals noch Facebook. Durch die Unterlagen kam unter anderem raus, dass Facebook eigene Nachforschungen über die möglichen Auswirkungen von Instagram unternommen hat. Man fand dabei heraus, dass der der von Meta betriebene Dienst Instagram für Teenager besonders schädlich ist. Die Plattform kann Essstörungen und Depressionen bei den jungen Nutzer*innen auslösen – mehr als jede andere Social Media Plattform. Die Verantwortlichen beim Meta-Konzern wissen von diesen Problemen und unternehmen nichts, um ihre Nutzer*innen zu schützen.

 

Austauschen?

Social Media stresst dich? Beim Zocken fällt es dir schwer, ein Ende zu finden? Oder hast du Freund*innen, denen es so geht? Hier kannst du dich zum Thema austauschen.

Soziale Netzwerke sind auch im Gaming ein wichtiger Bestandteil. Ob über Plattformen wie Reddit und Discord, wo sich Spieler*innen austauschen können, oder Multiplayer wie in Minecraft, wo man gemeinsam spielt. Aber warum haben wir überhaupt diesen starken Drang, nach Austausch und Plattformen – wenn sie uns doch krank machen können?

Dr. Iren Schulz ist Mediencoach bei „Schau hin!“ . „Schau hin!“ ist ein Medienratgeber, unter anderem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend . Dr. Schulz sieht in der Nutzung von TikTok, Instagram und Co. einen ganz natürlichen Wunsch, den junge Menschen schon immer hatten: Antworten auf Fragen zu finden.

„Medien haben schon immer eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Jugendlichen gespielt. Sie erfüllen ganz grundlegende Bedürfnisse, nämlich die Fragen nach ‚Wer will ich sein?‘ und ‚Zu wem gehöre ich?‘, aber auch ‚Wie soll ich als Mädchen oder Junge sein? Wie grenze ich mich ab?‘“, sagt sie. Darin stecke unglaublich viel Potenzial, denn noch nie sei Vielfalt so greifbar gewesen – und mitmachen und sich engagieren so leicht.

Wie grenze ich mich ab?

Soziale Medien haben also schon auch Vorteile, in den Medien geht es aber oft stärker um die Nachteile. Dr. Iren Schulz kann hier nicht anders, als zu schmunzeln: „In Deutschland ist es, glaube ich, Tradition, neu aufkommenden Medien gegenüber skeptisch zu sein. Jahrzehntelang war es das Online-Gaming, jetzt sind es die Sozialen Medien“, erklärt sie und nennt direkt noch ein Beispiel aus früheren Tagen: „Als Kinos aufkamen hieß es, dass seien verruchte und mufflige Räume und wenn Jugendliche nicht Goethe gelesen haben, dann hat man gesagt, dass die Jugend verkommt. Jetzt gehört Kino zur Hochkultur. Da sagt keiner mehr ‚Oh Gott, die bösen Medien‘. Das scheint so ein kulturelles Ding zu sein bei uns.“

Das ewige Vorurteil

Mit dem Online-Gaming hat Dr. Iren Schulz ein interessantes Beispiel genannt, denn Computerspiele und soziale Medien haben einiges gemeinsam, ja mitunter ist das eine vom anderen nicht zu trennen. Die Chronik der Negativschlagzeilen rund um das Thema Gaming ist tatsächlich lang. Die Bundeszentrale für politische Bildung schrieb einst: „In der jüngsten Vergangenheit haben sich Computerspiele immer wieder in mit negativen Schlagzeilen in das kollektive Gedächtnis eingebrannt: Killerspiele. Amoklauf. Onlinesucht“. Der Beitrag wurde im Jahr 2007 veröffentlicht.

Dass selbst zwölf Jahre später immer noch diverse Vorurteile herrschten, zeigte sich im Zusammenhang mit einem Anschlag in Halle im Jahr 2019. Der rechtsradikale Täter inszenierte seine Verbrechen wie in einem Computerspiel. Er nutzte während seiner Tat Begriffe aus der Gaming-Szene und streamte den Anschlag. In der Folge wurde die Debatte um die negativen Auswirkungen von Gaming erneut angefacht mit der Forderung, man müsse die Gaming-Szene stärker in den Blick nehmen.

Dr. Iren Schulz hält die Gaming-Community erst einmal für besonders sozial. „Da spielen Freunde, denn es ist nicht grundsätzlich so, dass man mit fremden Leuten spielt.“ Sie sieht auch etliche Vorteile im Gaming selbst: „Das ist ja auch noch viel mehr: Strategiewissen, Teamfähigkeit und motorische Fähigkeit. Ich denke, das sind auf jeden Fall zukunftsweisende Fähigkeiten für neue Berufsfelder“.

Die Sozialen Medien und das Gaming haben aber, abgesehen von den Schlagzeilen, doch eine negative Gemeinsamkeit: Sie werden dann zum Problem, wenn das reale Leben in diese digitale Welt verschoben wird und man sich Anerkennung, Erfolgserlebnisse und Orientierung vor allem aus diesen Medien holt, erklärt Schulz. „Es geht nicht so sehr um die Zeit, gemessen in Stunden, die wir auf sozialen Netzwerken und mit Online-Gaming verbringen, sondern es kommt viel mehr drauf an, was wir daraus machen – um den Stellenwert, dem wir dem Ganzen beimessen.“

Du möchtest rausfinden, warum du selbst Online-Games spielst? Dann klick dich doch mal durch diesen Test.

Angst, etwas zu verpassen

Ist der Stellenwert Sozialer Medien groß, kann er einen gewissen Druck und die Angst, etwas zu verpassen, hervorrufen, weiß die Medienexpertin aus eigenen Forschungen zu ihrer Doktorarbeit. Dieses Phänomen wird auch „Fear of missing out“ (dt.: Angst etwas zu verpassen) oder kurz „FOMO“ genannt und ist besonders im Zusammenhang mit Social Media keine Seltenheit.

Medienkompetenz als Schlüssel

Wie können wir also all die Möglichkeiten der Sozialen Medien nutzen, ohne uns im Anschluss in einer Blase voller verzerrter Selbstbilder und Zweifel wiederzufinden? Und geht Gaming auch, ohne den Blick für die Realität zu verlieren? Für Dr. Iren Schulz liegt der Schlüssel zu einem gesunden Umgang mit den neuen Medien in der Medienkompetenz der Gesellschaft. „Das Wichtigste ist eigentlich, dass man den Jugendlichen einen Werkzeugkoffer und das nötige Rüstzeug in die Hand gibt, so dass sie es schaffen in bedrückenden Situationen einen Schritt zurück zu machen und sich zu fragen: ‚Will ich das und fühle ich mich gut damit?‘“. Letztlich sei dieser Werkzeugkoffer die Medienkompetenz und „eigentlich der beste Weg, neben Gesetzen, pädagogischen Aspekten und der Verantwortung der Anbieter“, ergänzt Schulz. Die Medienkompetenz sei aber nicht nur im Umgang mit den sozialen Medien wichtig, sondern bei allen Medien – auch dem Online-Gaming. „Es ist wichtig, zu verstehen wie unsere Medienangebote funktionieren, welche Motivationen und Mechanismen dahinterstecken“, betont sie.

Ein ganz wichtiger Schritt in diese Richtung erfolge durch Aufklärung. Die solle sich aber nicht nur an Jugendliche richten, sondern auch an Erwachsene, egal ob Eltern oder Pädagog*innen, betont Schulz.

Bewusste Auszeiten können helfen

Auch bewusste Auszeiten können helfen, den Blick für die echte Welt nicht zu verlieren. Wir können die Sozialen Medien und den Austausch, den sie uns ermöglichen für wirklich gute Dinge nutzen und uns für Themen engagieren, die uns wichtig sind.  Gleichberechtigung und Klimawandel waren in den letzten Jahren vermehrt Thema auf Social Media – nicht alles schlecht also. Und auch Gaming ermöglicht uns etliche Vorteile. Wir können unsere Teamfähigkeit verbessern und neue Freundschaften knüpfen, ganz unabhängig davon in welcher Stadt oder in welchem Land wir leben. In einer Welt, in der Technik eine solch wichtige Rolle spielt, ist ein kompetenter Umgang mit Computern und Smartphones ein Muss – auch hier profitiert man also von guten Kenntnissen durch Gaming. „Wir haben mit den Sozialen Medien ein Tool für Vergemeinschaftung, mehr Aufklärung und Mitsprache. Wir können Gleichgesinnte finden, die vielleicht nicht in unserem Dorf wohnen. Es kommt drauf an, was wir aus den ganzen neuen Möglichkeiten machen“, betont Dr. Iren Schulz.

Quelle: Intern
Ein Mann hält Smartphone und Kreditkarte in seinen Händen
Zocken
ZGS Logo

Redaktion

Spielersperre: So ziehst du die Notbremse

Wenn das Zocken außer Kontrolle gerät, kannst du dich und andere mit einer Spielersperre schützen. Den Zeitraum kannst du selbst bestimmen. Wie das Ganze funktioniert und wer dir dabei hilft.

Du hast schon wieder mehr verzockt, als du eigentlich wolltest? Dir geht’s nicht gut, weil dich dein Spielverhalten nervt und du es nicht mehr wirklich unter Kontrolle hast? Du ärgerst dich, weil dein ganzes Freizeitgeld ins Glücksspiel geflossen ist? Du brauchst einfach mal eine Pause vom Zocken? Doch wie soll es gehen, wenn die Werbung einen überall und ständig in Versuchung führt?

Wenn du die Reißleine ziehen willst, gibt es eine Möglichkeit, die dir Zeit zum Runterkommen und Abstand nehmen verschafft. Mit der zentralen Spielersperre kannst du dich nämlich für einen bestimmten Zeitraum für die meisten in Deutschland zugelassenen Glücksspiele sperren lassen – und zwar egal, bei welchem Anbieter und für welche Spielform. Da die Teilnahme an öffentlichen Glücksspielen in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt ist, ist dementsprechend auch nur für Erwachsene eine Spielersperre möglich.

Falls du mal testen möchtest, was du über Glücksspiele weißt und wie dein eigenes Spielerverhalten ist, klick dich doch mal hier durch.

Wie funktioniert eine Spielersperre?

Doch was heißt das jetzt genau? Solange du gesperrt bist, kannst du beispielswiese nicht mehr an Sportwetten oder Slots teilnehmen (online und offline). Du bist quasi für fast alle legalen Glücksspielangebote in Deutschland gesperrt. Das liegt daran, dass sich mit Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags am 1. Juli 2021 nahezu alle in Deutschland zugelassenen Anbieter von Glücksspielen an die bundesweite Sperrdatei OASIS anschließen müssen. OASIS steht für Onlineabfrage Spielerstatus. Jedes Mal, bevor du an einem Glücksspiel teilnimmst, müssen die Anbieter*innen überprüfen, ob eine Sperre für dich in dem System hinterlegt ist. Wenn das der Fall ist, muss dir die Spielteilnahme ohne Ausnahme verwehrt werden.

Hier findest du eine Liste, welche Anbieter*innen an das Sperrsystem OASIS angeschlossen sein müssen:

  • Betreiber*innen von Spielhallen (mit Geld- und Warenspielgeräten) und Spielbanken;
  • Veranstalter*innen (und Vermittler*innen) von (Online-)Sportwetten, Online-Casinospielen, Online-Poker, virtuellen Automatenspielen;
  • Anbieter*innen von Lotterien, die häufiger als zweimal pro Woche veranstaltet werden;
  • Anbieter*innen von Pferdewetten im Internet;
  • gewerbliche Spielvermittler*innen und Buchmacher;
  • Aufsteller*innen von Geld- oder Warenspielgeräten in Gaststätten.

Wie lange dauert eine Spielersperre?

Wenn du dich selbst sperren willst, hast du die Wahl und kannst entscheiden, ob du eine unbefristete oder eine befristete Sperre beantragen möchtest. Lass dich von den Begriffen jedoch nicht täuschen. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Sperren ist die Mindestsperrdauer. Die sogenannte „unbefristete“ Sperre dauert mindestens ein Jahr. Während dieser Zeit besteht für dich keine Möglichkeit, am Glücksspiel teilzunehmen oder deine Sperre aufzuheben. Bei der „befristeten“ Sperre kannst die die Mindestsperrdauer selbst festlegen. Du kannst einen Zeitraum zwischen drei Monaten und lebenslang wählen.

Du brauchst dir allerdings keine Sorgen zu machen, dass deine Sperre mit Ablauf der Mindestsperrdauer automatisch endet. Sie ist so lange weiterhin aktiv, bis du einen Antrag auf Entsperrung stellst. Damit musst du jedoch warten, bis deine Mindestsperrdauer erreicht ist. Vorher wird keine Entsperrung durchgeführt. Das gilt sowohl für die befristete als auch unbefristete Sperre. Erst nach Ablauf der Mindestsperrdauer und nachdem der Antrag durch ist, kannst du wieder am Glücksspiel teilnehmen.

Ist das kompliziert?

Das klingt erstmal alles ganz schön kompliziert. Letztendlich ist es aber recht einfach. Du musst lediglich einen Antrag zur Spielersperre ausfüllen und sendest diesen dann gemeinsam mit allen notwendigen Unterlagen an das Regierungspräsidium Darmstadt. Diese Behörde ist deutschlandweit für die Spielersperren zuständig. Zusätzlich unterstützen dich telefonisch, online oder vor Ort in einer Beratungsstelle auch Fachkräfte bei deinem Antrag. Wen genau du um Unterstützung bitten kannst, findest du in der Angebotsdatenbank.

Alle Informationen sowie die entsprechenden Sperranträge findest du auf der Seite des Regierungspräsidiums Darmstadt und in diesem Infoflyer.

Du hast auch die Möglichkeit, für eine*n Freund*in oder jemanden aus deiner Familie eine Spielersperre zu beantragen, wenn du dir Sorgen wegen des Glücksspiels machst. Dafür gibt es die Fremdsperre. Hier sind allerdings ein paar Dinge mehr zu beachten. Unter anderem muss die Glücksspielsuchtgefährdung der Person nachgewiesen werden, die gesperrt werden soll. Diese hat nach Einreichung der Sperre dann die Möglichkeit, noch einmal dazu Stellung zu nehmen. Alle wichtigen Informationen zu der Fremdsperre findest du hier.

Zum Abschluss noch ein kleiner Hinweis, wenn du gerade in einem Glücksspielrausch bist und es dir zu heiß wird: Wenn du in einem legalen Online-Casino zockst oder andere legale Online-Glücksspiele nutzt (z.B. Sportwetten, Poker), muss es auf jeder Seite, auf der du aktiv am Glücksspiel teilnimmst, eine Art „Notfallknopf“ geben. Wenn du diesen Button betätigst, bist du sofort für 24h für alle Glücksspiele gesperrt. Die Sperre endet automatisch nach 24h. Danach kannst du wieder weiterspielen.

 

Austauschen?

Du möchtest dich zu dem Thema mit jemandem austauschen? Du denkst darüber nach, für dich oder eine andere Person eine Spielersperre einzurichten? Hier findest du Anlaufstellen in deine Umgebung – oder online.

 

Quelle: Intern
An der Wand abgebildetes Bild von PacmanQuelle: Pexels/Jaymantri
Gamen

Sophie, 23 Jahre

Von Apfel bis Zucker – was essen Gamer*innen?

Eine bunte Dose eines Energydrinks, eine aufgerissene Chipstüte und eine angeknabberte Pizza neben dem flackernden Bildschirm: Etwa so werden Gamer*innen häufig dargestellt. Aber ist das wirklich so? Wie ernähren sich Gamer*innen und was können sie beachten?

Die Deutsche Sporthochschule Köln und die AOK Gesundheitskasse wollten wissen, ob das Klischee über Gamer*innen realistisch ist: Essen sie wirklich so viel Pizza und trinken dazu Energydrinks? Um diese Fragen zu beantworten, untersuchten sie 2021 in einer Studie das Ernährungsverhalten von mehr als 800 E-Sportler*innen in Deutschland. Die befragten Personen waren zwischen 14 und 60 Jahre alt und überwiegend Freizeitspieler*innen. Das Durchschnittsalter betrug 24 Jahre, das heißt, ein Großteil der befragten Spieler*innen ist wahrscheinlich relativ jung. 86 Prozent sind männlich.

Es ist durchaus vorstellbar, dass sich die jüngeren E-Sportler*innen anders ernähren als die älteren, dazu liegt allerdings noch keine Forschung vor. In jedem Fall sind die Ergebnisse aber ein erster Anhaltspunkt, wie es mit der Ernährung von E-Sportler*innen aussieht.

Besser als ihr Ruf

Die Forscher*innen fanden heraus, dass das Bild von Gamer*innen, die sich hauptsächlich von Fastfood und Süßigkeiten ernähren, nicht ganz richtig ist. Ein Teil der E-Sportler*innen ernährt sich entsprechend der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gesund, sogar gesünder als die Durchschnittsbevölkerung. Dennoch: die Mehrheit der E-Sportler*innen tut das laut dieser Studie nicht.

  • Am Beispiel des Fleischkonsums lässt sich das gut veranschaulichen: Zwar ernähren sich 14,8 Prozent der befragten E-Sportler*innen vegetarisch oder vegan (Gesamtbevölkerung: 4,3 Prozent). Die übrigen essen jedoch im Durchschnitt nahezu täglich Fleisch und überschreiten damit deutlich die empfohlene Menge.
  • Ähnlich ist es beim Verzehr von Obst und Gemüse. Nur 16,5 Prozent der Befragten nehmen die empfohlenen drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag zu sich.
  • Außerdem essen die E-Sportler*innen durchschnittlich zweimal wöchentlich Fastfood, was als ungesund gilt: zu viel Fett und zu wenig Vitamine.
  • Auch Zucker essen die befragten Gamer*innen zu viel, doch nicht nur in Form von Schokoriegeln und Gummibärchen, sondern hauptsächlich ist der Zucker in Süßgetränken, oft in Energydrinks, zu finden.

Austauschen

Beim Zocken vergisst du alles um dich herum? Manchmal auch, dich ausgewogen zu ernähren? Wenn du dich dazu mit jemandem austauschen möchtest, findest du hier Rat (online oder vor Ort).

Wie isst man gesund?

Gerade im Winter sind alle möglichen Infektionskrankheiten im Umlauf, ständig hat man einen leichten Schnupfen oder auch mal eine richtige Grippe und muss im Bett bleiben. Um solche Krankheiten zu bekämpfen, braucht man ein gutes Immunsystem. Das Immunsystem lässt sich unter anderem durch Vitamine stärken, die vor allem in Obst und Gemüse vorkommen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt deshalb, jeden Tag mindestens zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse zu essen. Mit einer Portion ist dabei eine Hand voll gemeint.

Fleisch, vor allem rotes Fleisch, tierische Fette und Zucker, sollen wiederum in möglichst geringen Mengen auf den Teller kommen. Sie enthalten weniger wichtige Inhaltsstoffe als Obst und Gemüse, dafür aber mehr Kalorien, als der Körper braucht, sodass man schneller an Gewicht zunimmt. Empfohlen werden höchstens vier Portionen Fleisch pro Woche.

Ein Problem bei Fetten und Zucker ist, dass sie oft in Lebensmitteln versteckt sind, in denen wir gar nicht damit rechnen. Besonders in Fastfood und Fertiggerichten wie Pizza, Würstchen oder Burgern stecken oft viele ungesunde Fette. Dadurch wird man also unter Umständen dick und eventuell sogar krank.

Warum gesund ernähren?

Gesunde Ernährung gibt dem Körper Energie und hält ihn bei Kräften. Somit können wir uns besser konzentrieren, Sport treiben und wir erholen uns schneller von Erkältungen und anderen Infekten. Auch auf lange Sicht hält uns eine ausgewogene, gesunde Ernährung fit.

Ein weiteres Argument dafür, weniger Tiere zu essen, ist das Klima. Denn deren Haltung erzeugt große Mengen an klimaschädlichen Treibhausgasen. Bei Rindern kommt hinzu, dass sie selbst Methan ausstoßen, was ebenfalls dem Klima schadet.

Um den Klimawandel nicht voranzutreiben und uns selbst gesund und stark zu bleiben, können folgende, speziell auf Gaming und Online-Gambling zugeschnittene, sechs Tipps hilfreich sein.

6 Tipps zu gesünderer Ernährung für Gamer*innen und Online-Gambler*innen

  1. Bananen, Trauben und Äpfel lassen sich schnell und einfach in mundgerechten Stücken auf Holzspieße aufziehen, sodass du auch während des Spiels gesund snacken kannst, ohne die Tastatur zu verkleben.
  2. Gemüsesorten wie Möhren kannst du auch gut ohne Kleckern am Computer essen.
  3. Auch Nüsse sind eine gesunde und leckere Alternative für Snacks am Computer, sie liefern außerdem sehr viel Energie und können damit deine Konzentration verbessern.
  4. Statt mit Fleisch kannst du deine Mahlzeit mit verschiedenen Käsesorten (Mozzarella, Feta oder Halloumi) vervollständigen, das Klima wird es dir danken!
  5. Wenn es doch mal Fastfood sein muss, findest du in jedem Supermarkt vegetarische oder vegane Alternativen zu Fleischgerichten wie Cordon bleu, Schnitzel oder Chicken Nuggets.
  6. Für alle, die bereit sind, weniger Energydrinks zu trinken und trotzdem „flüssige Wachmacher“ brauchen, können schwarze, grüne oder Mate Tees eine Alternative bieten, diese kannst du bei Bedarf selbstständig süßen.
Quelle: Intern
Eingeschalter halb geöffneter Laptop im DunkelnQuelle: Pexels/Junior Teixeira
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Lydia, 23 Jahre

Wer besonders anfällig für Glücksspielwerbung ist

Schonmal Glücksspielwerbung in deinem Social Media Feed, einem Video oder einer Story gefolgt? Du bist nicht allein. Eine Studie hat untersucht, wer anfällig für solche Werbung ist – und was das mit uns macht.

Heutzutage wird man überall mit Werbung konfrontiert. Auch mit Glücksspielwerbung, welche beispielsweise in TV-Spots, E-Mails oder Pop-up-Fenstern im Internet angezeigt wird. Aber auch Influencer*innen, wie Knossi, Montana Black und Co. werben vor ihren teils minderjährigen Zuschauerinnen und Zuschauern auf YouTube für Glücksspiele.

Bestimmt ist es dir auch schon mal passiert, dass du über solche Werbung gestolpert bist und ihr vielleicht sogar gefolgt bist.

Eine Studie aus dem Jahr 2020 hat untersucht, wie anfällig Kinder und Jugendliche für Glücksspielwerbung in sozialen Medien sind und wie gefährlich dies sein kann.

Das Ergebnis: Du bist nicht allein!

Was ist Glücksspiel überhaupt?

Zunächst mal zu den Grundlagen: Glücksspiele sind Spiele, bei denen Geld eingesetzt wird und ein Gewinn komplett oder überwiegend Zufall ist. Wetten, bei denen Geld eingesetzt wird, zählen also im Übrigen auch zu Glücksspielen. Glücksspiele, die ausschließlich vom Zufall abhängen, sind beispielsweise Spiele an Geld- oder Glücksspielautomaten, Casinospiele und Lotto. Glücksspiele, die überwiegend vom Zufall abhängig sind, sind zum Beispiel Sportwetten (zum Beispiel Fußballergebnisse) oder Kartenspiele um Geld, beispielsweise Poker.

Die Ergebnisse der Studie sind erschreckend

Die von der University of Bristol durchgeführte Studie hat in Großbritannien 2020 210 Kinder im Alter von 11 bis 17 Jahren, 222 junge Menschen von 18 bis 24 Jahren und 221 Erwachsene im Alter von 25 bis 78 Jahren online zu Glücksspielwerbung befragt. Die Studie fand heraus, dass Glücksspielwerbung auf Kinder und Jugendliche noch attraktiver wirkt, als auf Erwachsene. Die Ergebnisse zeigten auch, dass fast die Hälfte der Kinder (45,2 Prozent) und fast drei Viertel der Jugendlichen (72,4 Prozent) mindestens einmal die Woche Glücksspielwerbung sehen. Ein Viertel der Kinder (25,2 Prozent) und mehr als ein Drittel (37,3 Prozent) der Jugendlichen werden täglich damit konfrontiert. Aber nicht nur das: Während die überwiegende Mehrheit der Erwachsenen von Glücksspielwerbung genervt oder ihr gegenüber zumindest misstrauisch ist, reagieren Kinder und Jugendliche hauptsächlich positiv auf die Werbung. Erwachsene verspüren Emotionen wie Stress, Anspannung oder sogar Wut. Im Gegensatz dazu reagieren junge Menschen auf Glücksspielwerbung aufgeregt, glücklich und erfreut.

Alles andere als harmlos

Dr. Raffaello Rossi, einer der beteiligten Wissenschaftler, äußert seine Sorge über die starke Anziehungskraft von Glücksspielwerbung in Social Media auf Kinder und junge Personen: „Je früher Menschen mit dem Spielen beginnen, desto wahrscheinlicher wird es zur Gewohnheit und problematisch.“ Die Werbung sieht vielleicht auf den ersten Blick völlig harmlos aus, birgt aus seiner Sicht aber ein ernsthaftes Risiko eine ganz neue Generation von Spieler*innen in die Abhängigkeit zu führen.

Sucht

Eine Sucht ist die psychische oder körperliche Abhängigkeit von einer Substanz oder einem Verhalten. Dabei wirkt das Suchtmittel beziehungsweise die Verhaltensweise auf das Belohnungszentrum im Gehirn und löst dort positive Gefühle aus. Personen, die unter Spielsucht leiden, haben den zwanghaften Drang Glücksspiele zu spielen.

Hilfsangebote zum Thema Glücksspielsucht findest du zum Beispiel bei den Landeskoordinierungsstellen Glücksspielsucht beim Fachverband Glücksspielsucht e.V. oder bei Check-Dein-Spiel. Berliner Hilfsangebote findest du bei CAFÉ BEISPIELLOS, bei Deck24 oder auch bei der Messenger-Beratung der pad gGmbH.

Kinder und Jugendliche schützen

Um Kinder und Jugendliche in Zukunft besser vor Glücksspielwerbung zu schützen, fordert der Bericht angesichts seiner Ergebnisse und früheren Studien stärkere Regelungen. Unter anderem, dass Glücksspielwerbung auf Social Media Plattformen nur denjenigen Personen angezeigt werden soll, die sich für Werbung solcher Art entschieden haben und diese aktiv zugelassen haben. Einige Regelungen gibt es bereits. Seit Juli 2021 ist der „Staatsvertrag zur Neuregulierung des Glücksspielwesens in Deutschland“ in Kraft. Darin steht, dass sich Glücksspielwerbung nicht an Minderjährige oder vergleichbar gefährdete Zielgruppen richten darf. Minderjährige sind als Empfänger*innen von solcher Werbung auszunehmen. Zudem darf Glücksspielwerbung nicht als Lösung für finanzielle Probleme dargestellt werden. Und: Es darf nicht der Eindruck entstehen, Spielende könnten die Ergebnisse der Glücksspiele in irgendeiner Weise beeinflussen. Das ist nämlich nicht der Fall.

Wenn du das nächste Mal bei Social Media über Wett-Apps oder Online-Poker stolperst: Beobachte doch mal, welche Gefühle die Werbung bei dir auslöst und ob du zu dem selben Ergebnis wie die Studie kommst.

Quelle: Intern
Mann zündet ein Geldschein mit Bitcoin Logo anQuelle: Pexels/Rodnae Productions
Zocken
Bild von der Autorin DoriaQuelle: Doria Nollez

Doria, 23 Jahre

Nervenkitzel durch Kryptowährung

Bei klassischen Glücksspielen wird oft davor gewarnt, nicht gleich sein gesamtes Geld zu verzocken. Aber was ist, wenn man sein Geld verliert, indem man es investiert? Wir haben uns das Thema Kryptowährung mal genauer angeschaut.

Natürlich sind Geldanlagen nicht zwangsläufig ein Verlustgeschäft. Die Idee ist es ja, durch Investieren auf lange Sicht mehr aus seiner Kohle zu machen.

Es gibt allerdings auch Wege, die mit einem gewissen Risiko verbunden sind – und dazu gehören Kryptowährungen. In diesem Beitrag decken wir auf, warum die Welt von Bitcoin und Co. so verlockend ist, und wo genau das Problem bei der digitalen Währung liegt.

So funktioniert Bitcoin

Vor etwa zehn Jahren wurde die erste Kryptowährung (Bitcoin) erschaffen. Wer dahinter steckt , das weiß niemand, denn der Erfinder oder die Erfinderin arbeitet bis heute unter einem Pseudonym.

Damals, 2010, war ein Bitcoin nur acht Cent wert. Im Januar 2021 erreichte sein Wert 40.000 US-Dollar – das entspricht etwa 35.000 Euro . Im Sommer halbierte sich der Wert auf 20.000 und stieg später wieder im November auf 68.000 Dollar an – und auch dazwischen gab es einige Schwankungen im Wert.

Ein großer Grund für den Hype rund um Kryptowährungen: investiert man zum richtigen Zeitpunkt, kann man schnell reich werden, und das mit wenig Aufwand. Viele möchten diese Chance nicht verpassen. Für einige ist es auch einfach purer Nervenkitzel, die die steigenden und fallenden Kurse zu beobachten und sich darüber mit anderen auszutauschen.

Jedoch hat das Ganze seine Schattenseiten, denn investiert man eben zum falschen Zeitpunkt, kommt es schnell zu Verlusten.

Wahn um Währung

Kryptowährung ist digitales Geld. Um das Ganze besser zu verstehen, schauen wir uns mal das Wort Bitcoin, die erste Form von Kryptowährung, näher an.

Bit = digitale Speichereinheit, Coin=Münze.

Bitcoin heißt also digitale Münze, was es ziemlich auf dem Punkt trifft, denn es handelt sich um virtuelles Geld. Der große Unterschied zu herkömmlichem Geld ist die Macht. Normalerweise bestimmen Banken und Staat über Geld, wie viel davon im Umlauf ist. Aber bei Kryptowährung hat niemand die Kontrolle, denn sie funktioniert unabhängig.

Entscheidend ist bei Kryptowährung vor allem die Informationssicherheit. Es ist alles so verschlüsselt, dass die Transaktionen, also die Überweisungen, anonym ablaufen. Die Sicherheit wird durch sogenannte Blockchains gewährleistet. Blockchains sind recht komplex, aber kurz erklärt bilden sie das technische System hinter der Kryptowährung, indem die Daten in einer bestimmten Reihenfolgen verschlüsselt aneinander angeordnet werden und durch die tausende von Rechnern im Bitcoin-Netzwerk geprüft werden. Mittlerweile gibt es neben Bitcoin schon über 5.000 verschiedene Kryptowährungen.

Leicht dabei

Das Verlockende dabei: Es ist ziemlich einfach, sich an diesem digitalen Markt zu beteiligen. Zu Beginn der Kryptowährung-Zeiten war der Erwerb von digitalen Coins noch sehr kompliziert. Heutzutage ist es in manchen Ländern schon möglich, per Paypal oder Amazon zu investieren. Daneben gibt es eine ganze Reihe von Apps, die man auch in Deutschland nutzen kann, um Kryptowährung zu kaufen und die Kurse zu verfolgen. Es können so gut wie alle Interessierten investieren, so lange sie volljährig sind. und selbst Minderjährige können mit Erlaubnis der Eltern ein Konto eröffnen. Laut einer Untersuchung von bitcoin.com nehmen mittlerweile weltweit über 100 Millionen Menschen an der Kryptowährungwelt teil.

Schwankende Kurse und Suchtpotenzial

Es scheint vielversprechend zu sein. Jedoch gibt es einige Risiken, über die man Bescheid wissen sollte – und vor denen beispielsweise auch die EU-Kommission warnt.

Parallelen zwischen Glücksspiel und Kryptowährung wurden bereits 2018 durch einer Studie aus dem Center for Gambling Studies in New Jersey bestätigt. Es stellte sich heraus, dass der Handel mit Kryptowährung mit Risiken wie Spielsucht, Depressionen und Angstzuständen verbunden ist. In Schottland gibt es schon das erste Behandlungszentrum für Kryptowährungssucht. Die Klinik beschreibt die Sucht als vergleichbar mit einer modernen Epidemie. Anzeichen und weitere Informationen über die Sucht befinden sich auf ihrer Webseite.

Flüchtige Werte

Auch wenn es viele verschiedene Kryptowährungen gibt, teilen alle Kurse die gleiche Eigenschaft – ihr Verlauf ist unberechenbar! Es ist unmöglich zu wissen, wann der Wert steigen und fallen wird. Investiert man zum richtigen Zeitpunkt, kommt es zu einem Gewinn. Genauso schnell kann es aber auch nach hinten losgehen, wenn der Kurswert fällt und sich die Gewinne – und damit bares Geld – in Luft auflösen.

Viele junge Menschen nehmen hauptsächlich aus Interesse an dem Crypto-Hype teil. Auch hier gilt die Faustregel: Man sollte nur so viel investieren, wie man auch bereit ist, zu verlieren. Übersteigt man jedoch seine persönlichen Grenzen, kann das schnell zu Verlusten kommen.

Verzockt?

Du bist beim Investieren auf’s Ganze gegangen und jetzt weißt du nicht, wie du aus der Situation wieder rauskommst? Hier findest du erste Anlaufstellen. Tausch dich per Telefon vor Ort oder online aus.

Fehleinschätzungen

Fast zwei Drittel der Gen Z (das sind alle mit Geburtsdatum zwischen 1997 und 2012) gehen davon aus, dass sie mit Crypto reich werden könnten. Diese Haltung kann schnell dazu führen, Entscheidungen zu überstürzen und finanzielles Risiko einzugehen. Dies wurde in der Studie „The Pulse of the American Consumer“ aus dem Jahr 2021 herausgefunden. Bitcoin & Co sollten auf keinen Fall als sichere Geldanlage betrachtet werden.

Krypto-Spiele

Kritisch wird es außerdem, wenn man die Kontrolle über seine Ausgaben verliert. Dieses Risiko besteht zum Beispiel bei krypto-basierten Videospielen. Seit 2019 gibt es die Möglichkeit, über virtuelle Spiele Profit zu machen. Bei “Cryptokitties” werden Spielelemente erworben und gegen das virtuelle Geld verkauft. Durch das Spielen besteht die Gefahr, dass man vergisst, dass es sich dabei um echtes Geld handelt, ähnlich wie bei Glücksspielen.

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